Möchte man einer Universität studieren und damit seine berufliche Vorqualifikation entscheidend verbessern, so ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife unerlässlich. Aber auch für Leute, die beruflich vorankommen wollen, ist das Abitur eine schöne Sache. "Lernen leben lang", heißt das Konzept im deutschen Bildungssystem.
Der klassische Weg zum Abitur führt von der Grundschule über das Gymnasium in die Sekundarstufe II der gymnasialen Oberstufe (GOST). Die GOST besteht aus Einführungs- und Qualifikationsphase und führt in drei bzw. zwei ("Turbo-Abitur") Jahren zur Hochschulreife. Neben dem Gymmi gibt es im "ersten Bildungsweg" zum Abitur die Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe, das berufliche Gymnasium und die berufliche Oberschulen, wie Fachoberschule, OSZ oder Berufsoberschule. Zudem lässt sich auch von Haupt- oder Realschulen mit einem guten Abschluss auf die dann folgende Klasse einer höheren Schule wechseln. Immer mehr Beliebtheit erfreuen sich die Privatschulen, die zwar Geld kosten, aber eine persönlichere Betreuung durch die Lehrer ermöglichen. Auch Berufskollegs können in vereinzelten Bundesländern zur Hochschulreife führen. Die Zugangsvoraussetzungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland, ebenso das Angebot der Schulen.
Neben diesen ganzen Einrichtungen gibt es auch später im Rahmen des Zweiten Bildungswegs (ZBW oder SfE, Schule für Erwachsene) die Möglichkeit, das Abitur nachzuholen. Das bedeutende ist hier, dass die Angebote für Berufstätige, aber auch für Arbeitslose gleichermaßen zugeschnitten sind. Hierfür stehen ebenfalls diverse Institutionen, wie z.B. das Abendgymnasium, die Volkshochschule, das Kolleg oder die Fernschule zur Verfügung. Mit Hilfe der Nichtschülerprüfung und der Begabtenprüfung kann man sich auch selbständig auf die Abiturprüfung vorbereiten. Dadurch spart man Geld, das ansonsten für einen externen Anbieter ausgegeben wird.